Zum Goldenen Hahn
Warum unser Ratskeller so heißt – und was über seinen Gewölben geschah.
Der Ratskeller
Der Ratskeller Münster – Zum Goldenen Hahn liegt in den historischen Gewölben unter dem Rathaus am Prinzipalmarkt und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bereits während der Täuferherrschaft 1534/1535 wurden Teile der Kellerräume als Gefängnis genutzt. 1924 begann der Umbau der historischen Kellergewölbe zu einer Gaststätte.
Seinen Beinamen „Zum Goldenen Hahn“ verdankt der Ratskeller einem vergoldeten Silberpokal aus dem 17. Jahrhundert, der bis heute im Friedenssaal des Rathauses aufbewahrt wird. Dort wurde 1648 der Spanisch-Niederländische Frieden als Teil des Westfälischen Friedens beschworen. Heute verbindet der Ratskeller westfälische Gastlichkeit mit der jahrhundertealten Geschichte Münsters.
Der Goldene Hahn
Der Pokal in Gestalt eines Hahns wurde in Nürnberg gefertigt und der Stadt Münster geschenkt. Den Kopf kann man abnehmen, darunter passt eine ganze Flasche Wein. Bis heute reicht die Stadt den Hahn besonderen Gästen als Willkommenstrunk.
Die Legende
Warum ausgerechnet ein Hahn? Eine Münsteraner Legende erzählt von einer Belagerung, bei der die Angreifer die Stadt aushungern wollten. Als ein Hahn auf einen der höchsten Punkte der Stadt flog, verloren die Belagerer die Hoffnung, Münster schnell bezwingen zu können. Seitdem gehört der Hahn fest zur Geschichte der Stadt – und zu unserem Namen.
Quellen: Wikipedia: Goldener Hahn · LWL-Denkmalpflege, Denkmalpflege in Westfalen-Lippe 2/2015 · Max Geisberg, Die Stadt Münster, Teil 2: Das Rathaus (1933)